Cremezutaten: Harnstoff

Harnstoff ist ein normaler Bestandteil der Haut.

Fast in jeder Körperflüssigkeit ist Harnstoff enthalten; es handelt sich um ein Abbauprodukt des Eiweisstoffwechsels.

Über den Schweiss gelangt Harnstoff auf die Haut und sorgt dort dafür, dass die Feuchtigkeit auf der Haut gebunden wird. So schützt der Harnstoff die Haut vor dem Austrocknen.

Bei trockener Haut befindet sich etwa nur noch 40% Prozent des Harnstoffes auf der Hautoberfläche wie bei normaler Haut, bei Neurodermitis sinkt der Harnstoffgehalt auf etwa 20% des Normalwertes.

Daher kann man trockene Haut durch harnstoffhaltige Cremes lindern.

Ausserdem löst Harnstoff in Konzentrationen ab 10% Hornhaut auf.

Harnstoff bekommt man recht preiswert in Apotheken.

Man sollte das weisse Pulver in einer Plastiktüte oder Dose aufbewahren, weil es Feuchtigkeit anzieht und ohne Schutz klumpig werden könnte.

Bei der Cremezubereitung wird das Harnstoffpulver mit der Wasserphase verrührt. Es löst sich in Wasser gut auf.

Typische Harnstoffkonzentrationen in Cremes reichen von 3% bis 20%. 10% entspricht einem verbreiteten Harnstoffgehalt in Cremes.

Achtung! Bei entzündeter Haut darf man harnstoff-haltige Cremes nicht verwenden. Denn an den entzündeten Stellen brennt Harnstoff.

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