Cremezutaten: Aloe-Vera-Wasser

Aloe vera ist bekanntlich eine Pflanze mit einer enorm heilenden und pflegenden Wirkung auf die Haut.

Man kann Aloe vera als Fertig-Wirkstoff für die Cremebereitung kaufen, aber viel mehr Freude macht es, selbst eine Aloe-Pflanze heranwachsen zu lassen und deren fleischige Blätter für die eigenen Cremes zu benutzen.

Die Sache hat nur einen Haken: Die Gel-Gewinnung ist relativ umständlich und Cremes mit frischem Gel sind nicht sehr haltbar. (Siehe: Cremezutaten: Aloe-Vera Gel)

Der Vorteil vom reinen Gel ist jedoch, dass es besonders milde ist.

Aloe-Wasser = die durchblutungsfördernde Variante

Die Herstellung von Aloe-Wasser ist etwas bequemer, hat aber auch Nachteile und spezielle Eigenschaften.

Da man bei dem hier beschriebenen Aloe-Wasser die grünen Blattschalen nicht entfernt, gelangen geringe Mengen des gelblichen, hautreizenden Aloins in das Wasser.

Das hat den Vorteil, dass durch diese leichte Hautreizung die Durchblutung der Haut gefördert wird, was belebend auf den Teint wirken kann, vor allem bei fahler, schlecht durchbluteter Haut.

Empfindliche Haut, die sowieso schon gereizt ist, würde dadurch aber noch mehr gereizt. Daher ist das Aloe-Wasser mit ungeschälten Aloe-Stücken nicht geeignet. Bei gereizter Haut sollte man stattdessen das reine Aloe-Gel verwenden.

Der Hauptnachteil des hier beschriebenen Aloe-Wassers ist, dass es bei der Creme-Bereitung als Wasserphase erhitzt wird. Man könnte natürlich normales Wasser erhitzen und nur ein wenig Aloe-Wasser hinzufügen, aber dann hat man weniger Aloe-Wirkstoffe in der Creme - es hat also alles seine Vor- und Nachteile.

Das Aloe-Wasser aus einem Aloe-Blatt reicht gut für zwei Dosen Creme à 50 ml. Man kann also eine Tages- und eine Nachtcreme daraus zubereiten.

Anleitung

  1. Schneiden Sie von Ihrer Aloe-Pflanze mit einem scharfen Messer ein Blatt nahe der Anwachsstelle ab.
  2. Lassen Sie die austretende gelbliche Flüssigkeit vollständig abtropfen.
  3. Schneiden Sie das Aloe-Blatt in kleine Stücke in ein Schraubdeckelglas.
  4. Giessen Sie Quellwasser oder stilles Mineralwasser in das Glas.
  5. Verschliessen Sie das Glas mit dem Schraubdeckel.
  6. Schütteln Sie das Glas kräftig mehrmals.
  7. Lassen Sie die Aloe-Stücke etwa eine halbe Stunde in dem Wasser ziehen und schütteln Sie das Glas währenddessen immer mal wieder.
  8. Anschliessend wird das Aloe-Wasser abgefiltert.
  9. Dazu eignet sich besonders gut ein Teefilter.
  10. Stülpen Sie den Teefilter über ein zweites Glas.
  11. Giessen Sie das Aloe-Wasser durch den Teefilter.
  12. Das Aloe-Wasser ist ein gelbliches Wasser, das leicht schleimig ist.
  13. Dieser Schleim ist das erwünschte Aloe-Gel.
  14. Da sich das Aloe-Wasser nur sehr kurz hält, sollte man es gleich anschliessend verbrauchen.
  15. Da in den Blattstücken noch viel Gel enthalten ist, kann man damit noch eine Tinktur ansetzen.

Foto-Anleitung
Schneiden Sie von Ihrer Aloe-Pflanze mit einem scharfen Messer ein Blatt nahe der Anwachsstelle ab.

Lassen Sie die austretende gelbliche Flüssigkeit vollständig abtropfen.

Schneiden Sie das Aloe-Blatt in kleine Stücke in ein Schraubdeckelglas.
Giessen Sie Quellwasser oder stilles Mineralwasser in das Glas.
Verschliessen Sie das Glas mit dem Schraubdeckel.

Schütteln Sie das Glas kräftig mehrmals.

Lassen Sie die Aloe-Stücke etwa eine halbe Stunde in dem Wasser ziehen und schütteln Sie das Glas währenddessen immer mal wieder.

Anschliessend wird das Aloe-Wasser abgefiltert.

Dazu eignet sich besonders gut ein Teefilter.

Stülpen Sie den Teefilter über ein zweites Glas.

Giessen Sie das Aloe-Wasser durch den Teefilter.
Das Aloe-Wasser ist ein gelbliches Wasser, das leicht schleimig ist.

Dieser Schleim ist das erwünschte Aloe-Gel.

Da sich das Aloe-Wasser nur sehr kurz hält, sollte man es gleich anschliessend verbrauchen.

Da in den Blattstücken noch viel Gel enthalten ist, kann man damit noch eine Tinktur ansetzen. Weil das Blattgrün dabei mit angesetzt wird, wirkt solch eine Tinktur abführend.

Siehe auch:

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